Aftermarket-Lexikon
Electronic Control Unit — elektronisches Steuergerät im Fahrzeug, das bestimmte Funktionen regelt (z.B. Motorsteuerung, ABS, Airbag, Getriebesteuerung).
Ein ECU (Electronic Control Unit) ist ein eingebetteter Computer im Fahrzeug, der eine oder mehrere Funktionen steuert. Moderne Fahrzeuge enthalten 50 bis über 100 Steuergeräte — vom Motorsteuergerät (ECM) über das ABS-Steuergerät bis zum Komfortsteuergerät. Die Steuergeräte kommunizieren über Bussysteme (CAN, LIN, FlexRay) miteinander. Für Werkstätten sind Software-Updates, das Anlernen neuer Steuergeräte und die Fehlerspeicherdiagnose wichtige Aufgaben. Der Zugang zu herstellerspezifischen Diagnosefunktionen (Pass-Thru) wird zunehmend auch für freie Werkstätten durch gesetzliche Regelungen sichergestellt.
OBD
On-Board-Diagnose (OBD-II) — standardisierte Fahrzeugschnittstelle zur Diagnose, über die Fehlercodes ausgelesen und Systemzustände geprüft werden. Seit 2001 (Euro 3) Pflicht.
ADAS
Advanced Driver Assistance Systems — Fahrerassistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Notbremsassistent oder adaptiver Tempomat, die nach Werkstattarbeiten oft kalibriert werden müssen.
CAN-Bus
Controller Area Network — das wichtigste Bussystem zur Vernetzung von Steuergeräten im Fahrzeug, das die Kommunikation zwischen elektronischen Komponenten ermöglicht.
Ferndiagnose
Remote-Diagnose über Telematik-Verbindung — ermöglicht die Fahrzeuganalyse aus der Ferne über OBD-Dongles, Telematik-Module oder herstellereigene Systeme.